Nachhaltiges Wirtschaften schont Umwelt, Klima und Ressourcen und ist ein immer wesentlicherer Wettbewerbsfaktor. Das gilt auch für das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland. Als erstes Unternehmen in Münster hat das Veranstaltungszentrum am 1. September das Green Globe-Zertifikat erhalten und gehört damit zu den Vorreitern in Deutschland.
Das Green Globe-Label wird nach einem strengen Zertifizierungsverfahren vergeben. „Erstmals werden in dem wichtigen Bereich der Konferenzen, Tagungen und Events überprüfbare und praxisrelevante Kriterien untersucht“, erklärte Dr. Peter Zimmer, akkreditierter Green Globe-Auditor. Dies interessiere nicht zuletzt die Kunden: „Weltweit steigt die Nachfrage nach grünen Meetings und Veranstaltungen“, betont er.
Der unabhängige Auditor hat selbst das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland unter die Lupe genommen. Und er hat sprichwörtlich überall hingeschaut: Wie hält es die Halle mit der Mülltrennung, wird der CO2-Ausstoß für Geschäftsreisen ausgeglichen, stammt ein Teil der Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen? Doch der umfassende Ansatz von Green Globe gehe über diese Fragen hinaus, unterstrich Dr. Ursula Paschke, Geschäftsführerin des Messe und Congress Centrums Halle Münsterland. Auch soziale Gedanken seien hier mit verankert. Beispielhaft lobte Dr. Zimmer die behindertengerechte Ausstattung des barrierefreien Veranstaltungszentrums. So erleichtern Induktionsschleifen es Hörbehinderten, Veranstaltungen in den großen Räumen des Congress Centrums zu verfolgen.
Zum Ansatz von Green Globe mit seinen 125 Kriterien gehören auch Fragen nach dem Umwelt-Engagement der Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Pluspunkte gab es hier für die drei eigens geschulten Energieeffizienz-Manager, die ihre Kollegen für den sparsamen Umgang mit Ressourcen sensibilisieren. Auch mit dem städtischen Amt für Grünflächen und Umweltschutz wurden Schulungen organisiert. „Die Ausbildung der Mitarbeiter im Umweltbereich ist sehr gut gelungen“, lobte Matthias Peck vom NRW-Umweltministerium. Und Oberbürgermeister Markus Lewe sah durch die Zertifizierung die Glaubwürdigkeit des gesamten Standortes Münster untermauert. „Sie passt in die Gesamtentwicklung der Stadt Münster, die immer bewiesen hat, dass Ökologie und Ökonomie zusammenpassen“, betonte er.
Nicht erst seit Green Globe ist das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland ein „grünes“ Veranstaltungszentrum. 2009 wurde eine besonders umweltfreundliche Klimaanlage in Betrieb genommen, die mit Löschwasser Konzertpublikum und Messebesucher kühlt. Und erst in diesem Jahr wurden 1.904 Glühlampen in der Großen Halle durch Energiesparleuchten ersetzt. Im Laufe ihrer Lebensdauer von zwei bis drei Jahren sparen diese modernen Leuchten 22.464 Kilogramm Kohlendioxid. Kleine Maßnahmen haben eine verblüffend große Wirkung: Strahlregler, in allen Wasserhähnen eingebaut, senken den Verbrauch von acht bis zehn Litern auf nur noch 1,7 Liter pro Minute.
Regenerative Energien und umweltfreundliche Anreise
Die Resultate des Green Globe-Audits lassen sich ebenfalls sehen: Immerhin 50 Prozent seines Energiebedarfs bezieht das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland aus Ökostrom der Stadtwerke Münster, der durch Kraft-Wärme-Kopplung produziert wird. Bereits für die Anreise legt das Veranstaltungszentrum seinen Kunden umweltfreundliche Wege nahe. Wer im Internet die Anfahrt-Seite anklickt, kann sich dort seinen persönlichen CO2-Verbrauch auf dem Weg nach Münster ausrechnen. Am günstigsten schneidet hier die Bahn ab. Für eine Reihe von Messen und Kongressen wird daher ein spezielles Veranstaltungsticket angeboten.
„Den CO2-Ausstoß bei unseren eigenen Dienstreisen, die wir nicht mit der Bahn antreten können, gleichen wir über eine Organisation aus, die Kilometer in einen Klimaschutzbeitrag umrechnet“, erklärte Dr. Ursula Paschke. Mit dem so ermittelten Betrag werden weltweit Projekte zur Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes finanziert. Zudem legt das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland einen Teil seines Geldes bei der GLS Bank an, die ausschließlich in soziale, ökologische und kulturell zukunftsweisende Unternehmen und Projekte investiert.
Müll getrennt, Anlagen stets in bestem Zustand
Auch mit dem Müllaufkommen befasste sich der Auditor, der künftig jedes Jahr die Fortschritte im münsterschen Veranstaltungszentrum prüfen wird. Die Abfälle werden auf dem Werkshof strikt getrennt: Glas, Papier, Holz, Leuchtmittel, ölhaltige Abfälle, Grünabfälle und Restmüll werden sortiert entsorgt. Eine Müllpresse reduziert das Abfallvolumen. „So passt mehr in die Container, die deshalb seltener abgeholt werden müssen“, erläuterte der Technische Leiter Martin Brüggemann. Das senkt den Verkehr und damit Emissionen.
In Martin Brüggemanns Aufgabenbereich fällt auch, dass Lüftungen, Klimaanlagen, bühnentechnische Einrichtungen und alle Fahrzeuge in bestem Zustand sind. „Präventive Instandhaltung“ heißt das bei Green Globe. Veraltete Anlagen verbrauchen mehr – „und lösen im schlimmsten Fall höhere Reparaturkosten und Folgeschäden aus“, weiß er.
Saisonale Menüs auf dem Speiseplan
Die Gastronomie des Messe und Congress Centrums Halle Münsterland serviert nach Möglichkeit leckere Spezialitäten, die keine lange Reise nach Münster hatten. „Wir bemühen uns um regionale Anbieter und empfehlen unseren Kunden saisonale Menüs“, erklärte Gastro-Chef Mario Engbers.
www.halle-muensterland.de
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