Viele Schritte liegen auf dem Weg zur nachhaltigen Location, die gerne auch mit dem Schlagwort „Green Meetings“ umschrieben wird. Mit einem seiner fünf Cateringpartner hat der Congress Park Hanau nun einen weiteren Schritt auf diesem Weg gemacht und sich des Themas Bio-Catering angenommen. Eine echte Herausforderung vor allem, wenn der Anspruch besteht, nur Produkte aus biologischem Anbau oder biologischer Herstellung zu verwenden.
Hundert Prozent Bio: Herausforderung für Catering-Profis
Christoph Eller von Cubaña Catering & Events, Hanau, der bereits seit einigen Jahren als Caterer mit dem CPH zusammenarbeitet, beschreibt den umfangreichen Prozess. „Hundert Prozent Bio, das heißt, dass alle Zutaten einschließlich der Gewürze und Bratfette in zertifizierter Bio-Qualität verwendet werden müssen. Gleiches gilt natürlich auch für die Getränke, bei denen die Herausforderung darin besteht, zu etablierten Soft-Drinks, aber auch zu Kaffee, Tee und alkoholischen Getränken gute Alternativen aus biologisch-dynamischer Erzeugung zu finden.“ Dazu gäbe es saisonale Schwankungen im Angebot zu berücksichtigen. „Eine Salatbar im Winter mit Blattsalaten aus rein biologischem Anbau ist nur sehr schwer zu realisieren“, weiß Eller. Ein weiterer Punkt, so der Caterer, sei die Logistik, die beim Bio-Catering einen deutlich höheren Aufwand verursache. Bereits bei der Lagerhaltung seien Produkte aus biologischem Anbau und konventionelle Produkte zu trennen und bei der Verarbeitung dürfe nichts durcheinander kommen. „Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss sichergestellt werden, dass es weder im Lager noch in den Küchenräumen selbst zu Verwechslungen kommt“, erklärt Eller.
Megatrend gesundes Essen
Der Öko-Landbau hat hierzulande ein überaus positives Image und gehört zu den Megatrends in unserer Gesellschaft. Für viele Menschen spielt gesunde Ernährung eine beachtliche Rolle und entsprechend hat sich ein Bewusstsein für Bio-Qualität beim Essen entwickelt. Doch wie halten es die Veranstalter von Kongressen, Tagungen und Events mit dem Trend zur gesunden Ernährung? „Die Nachfrage ist noch verhalten“, konstatiert Sven Arends, Leiter Veranstaltungs- und Objektmanagement im CPH.
Bio treibt Catering-Budgets nach oben
Schließlich hat das Angebot seinen Preis. Es gibt mehrere gute Gründe, warum Bio-Produkte teurer als konventionell erzeugte sind. Fakt ist: Sie sind fast immer teurer und zwar je nach Umfang des Caterings und der dafür anfallenden Einkäufe um bis zu 50 Prozent. In Zeiten gestiegenen Kostenbewusstseins und knapper werdender Budgets liegt es auf der Hand, wofür sich Veranstalter bislang überwiegend entscheiden. Doch Sven Arends ist zuversichtlich, dass sich der Trend zum nachhaltigen Tagen letztlich in allen Bereichen durchsetzen wird: „Wir können zwar niemanden zur Nachhaltigkeit verpflichten, doch wir wissen aus vielen Anfragen und Gesprächen mit unseren Kunden, dass es sich bei diesem Thema nicht um ein Strohfeuer handelt. Das Bewusstsein für nachhaltiges Wirtschaften wird sich weiter ausbreiten und schließlich auch beim Catering ankommen.“
www.cph-hanau.de
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