Das Stadeum will’s wissen. Was gibt es Neues auf dem Theatermarkt? Auf welche Angebote setzen andere Kulturinstitutionen? Womit liegen sie richtig und womit falsch? Und vor allem: Wieso gehen die Abonnentenzahlen deutschlandweit zurück? Um diese und weitere Fragen ging es auf der Frühjahrstagung der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen (Inthega). Über 300 Teilnehmer waren im Leipziger Gewandhaus dabei – unter anderem Egon Ahrens, der Geschäftsführer des Stadeums.
„Vielen Veranstaltungshäusern drückt der Schuh an der gleichen Stelle: Die Abonnentenzahlen sinken. Bei der Podiumsdiskussion haben wir nun endlich gemeinsam darüber diskutiert, was man diesem Trend entgegen setzen kann“, sagt Egon Ahrens, auf dessen Anregung dieses Thema erstmals überhaupt diskutiert wurde.
Im Gegensatz zu anderen Häusern hat sich das Stadeum bereits vor drei Jahren ernsthaft mit der Frage der Bindung und Pflege von Theaterbesuchern auseinandergesetzt und eine Unternehmensberaterin zu Rate gezogen. Daher stießen die Ergebnisse des Stader Kulturtempels, der von vielen Seiten gern als Vorreiter bezeichnet wird, im Plenum auf besonders großes Interesse.
Das Ziel von Egon Ahrens und seinem Team ist es, die Abonnenten mit flexibleren Angeboten wie dem Wahl-Abo oder der Stadeum-Card zu halten und auch neue Besucher an das Theater heranzuführen. Letzteres scheint auch dringend geboten, da ein geändertes Konsum- und Freizeitverhalten insbesondere jüngere Menschen häufig vom Besuch der Theater abhält.
In einem Punkt waren sich alle Diskussions-Teilnehmer einig: Besonders wichtig sei nach wie vor die hohe Qualität der Aufführungen, eine individuell zugeschnittene Programmauswahl bezogen auf die jeweilige Zielgruppe sowie die Schaffung eines engen und persönlichen Bezugs der Theaterbesucher an das jeweilige Haus.
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