Für die Weser-Ems Halle Oldenburg ging mit dem Jahr 2009 eine herausfordernde Zeit der Veränderungen zu Ende. Mit der Zusammenführung des Eigenbetriebes Weser-Ems Halle Oldenburg und der für den Betrieb verantwortlichen Weser-Ems Halle Oldenburg GmbH im Jahr 2008 hat die neue Kommanditgesellschaft nicht nur das Anlagevermögen und das bestehende Kreditportfolio, sondern auch die Verantwortung für die weitere Entwicklung der Immobilien, deren Unterhalt und Modernisierung übernommen.
Neue Aufgaben in den Bereichen des technischen und kaufmännischen Gebäudemanagement wurden im Jahr 2009 in die bestehende Organisation integriert, der Gebäudebestand überprüft und alternative Investitions- und Instandhaltungsstrategien berechnet.
Im Ergebnis dieser Überprüfungen stand das Projekt 2014, die flächenneutrale Modernisierung der Weser-Ems Halle Oldenburg. Nachdem im Jahr 2005 die EWE-Arena in Betrieb genommen und der Neubau der Küche im Jahr 2009 abgeschlossen wurde, steht die neue Gesellschaft damit vor ihrer bisher größten Herausforderung:
In eigener Verantwortung und mit eigener Finanzierung werden fünf alte Hallen mit einer Fläche von 6.000 m² abgerissen, die Messehalle 3 saniert, eine neue, teilbare Multifunktionshalle für bis zu 8.500 Besucher angeschlossen sowie neue Foyerbereiche und Parkplatzanlagen geschaffen.
Im Mittelpunkt steht hierbei die Erschließung von Potentialen für die nachhaltige Verbesserung des Jahresfehlbetrages. Potentiale, die sich aufgrund des heterogenen und in Teilen bis zu 50 Jahre alten Hallenensembles von Seite der Kosten erschließen lassen: Instandhaltungsaufwendungen, Energiekosten, technische wie kaufmännische Personalressourcen sowie die derzeit außergewöhnlich guten Finanzierungsmöglichkeiten bieten die Chance, auch ohne eine Ausweitung der Geschäftsfelder das Ergebnis der Gesellschaft strukturell und nachhaltig zu verbessern.
Zurückgreifen kann die Weser-Ems Halle Oldenburg dabei auf die solide Ausrichtung ihrer diversen Geschäftsfelder. Obwohl sich auch die Weser-Ems Halle Oldenburg in dem Geschäftsbereich Messen mit Besucherrückgängen und damit geringeren Umsätzen konfrontiert sieht, konnte durch einen Ausbau der Geschäftsbereiche Tagungen, gesellschaftliche Veranstaltungen und Sport im Jahr 2009 wieder ein neuer Umsatzrekord erzielt werden. Erstmals konnte damit der Betriebsteil der Weser-Ems Halle Oldenburg ein positives Ergebnis vorweisen.
„Die Weser-Ems Halle Oldenburg ist in der Veranstaltungsbreite gut aufgestellt, um temporäre Rückgänge durch Expansion anderer Geschäftsfelder auszugleichen. Der Zuwachs an Sportveranstaltungen seit Inbetriebnahme der EWE-Arena ist dafür ein gutes Beispiel,“ so Jan-Axel Wartemann, Geschäftsführer der Weser-Ems Halle.
Dieses positive Ergebnis im Veranstaltungsbetrieb hat im Jahr 2009 auch seinen Niederschlag im Gesamtergebnis der Gesellschaft gefunden. Mit einem EBIT von -322 TEUR und einem Jahresfehlbetrag von -3.026 TEUR konnte trotz bedeutend höherer Instandhaltungsaufwendungen der Fehlbetrag zum Vorjahr um rund 400 TEUR gesenkt werden.
Um aber diesen Jahresfehlbetrag strukturell und nachhaltig weiter zu verbessern, steht nunmehr die Umsetzung der flächenneutralen Modernisierung des Hallenensembles im Vordergrund.
Im Frühjahr 2010 beginnt das Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem europaweitem Teilnehmerwettbewerb zur Vergabe der Bauleistungen an einen Totalunternehmer mit dem Ziel, die Maßnahmen bis zum Jahr 2014 abzuschließen. Hendrik Upgang, kaufmännischer Leiter und Prokurist macht deutlich: „Auch wenn die Modernisierung der Weser-Ems Halle Oldenburg in den Verantwortungsbereich unserer Gesellschaft fällt, sind wir auf die Unterstützung der Stadt Oldenburg, der Politik und der Verwaltung angewiesen, ja wir brauchen sie. Transparenz und Kommunikation sind gefragt.“
Die Weser-Ems Halle Oldenburg ist nicht nur ein Marketingtool, ein Standortfaktor im Wettbewerb der Städte, sondern aufgrund ihrer zentralen Lage auch ein Meilenstein und Türöffner in der Stadtentwicklung bis hin zur weiteren Hotelansiedlung.
„Für uns ist diese Baumaßnahme nicht nur eine große inhaltliche wie personelle Herausforderung, sondern wir betreten auch juristisches Neuland, denn für das Bankenkonsortium ist neben der obligatorischen Bürgschaft durch die Stadt Oldenburg und die damit einhergehende Zustimmung der Kommunalaufsicht auch die beihilferechtliche Notifizierung durch die EU-Kommission Vorraussetzung einer gemeinschaftlichen Finanzierung,“ fasst Upgang die Herausforderungen des Projektes 2014 zusammen.
Unterstützung erhält die Weser-Ems Halle vom Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner: „Um im Wettbewerb des deutschen Veranstaltungsmarktes ein Wörtchen mitreden zu können, ist diese grundlegende Modernisierung unerlässlich. Ansonsten werden wir vom Markt abgehängt.“
www.weser-ems-halle.de
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