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GEMA Tariferhöhung

Mit der geplanten Tariferhöhung ab dem Jahr 2013 gefährdet die GEMA massiv viele Veranstaltungsformate, die in den Häusern des EVVC stattfinden. Mit Nachdruck wehrt sich der Verband im Namen seiner Mitglieder gegen diese Tariferhöhung.

Wie sich in Zukunft die GEMA-Tarife für einzelne Veranstaltungen verändern werden, erfahren Sie hier durch den GEMA-Tarifrechner.

Rechnen Sie nach!

Bei Fragen zum schweizer Pendant der GEMA, der SUISA, oder der österreichischen AKM kontaktieren Sie bitte die EVVC-Geschäftsstelle.

Juli 2016 – Die GEMA hat ihre Organisationsstrukturen verändert, um zukünftig noch effektiver und einheitlicher arbeiten zu können. Seit dem 1.7.2016 sind alle Anfragen zentral an das Kundencenter der GEMA zurichten:

Post: GEMA, 11506 Berlin
Telefon: 030 – 588 58 999
Fax: 030 – 212 92 795
Mail: kontakt@gema.de

01.01.2016 Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass sich die im Gesamtvertrag vereinbarten Vergütungssätze zum 01.01.2016 ändern.

September 2015 - Aktuelles BGH-Urteil (AZ: I ZR 204/13)  zur Haftung des Betreibers für nicht abgeführte GEMA-Gebühren.
Der Bundesgerichtshof weitet mit einem neuen höchstrichterlichen Urteil den Begriff des „Veranstalters“ im urheberrechtlichen Sinn und die damit verbundene Haftung erstmals auf den Betreiber einer Versammlungsstätte aus.

After extensive negotiations about the tariffs in the events area, the GEMA (PRS for music) and the Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. (National association of music event organisers, BVMV) have come to an agreement which will be effective as of January 1, 2014. The master contract regulates the license compensation of the originators and their publishers for the use of their musical repertoire in what will be four tariffs: individual events with live music (U-V) or playback sound (M-V) as well as the use of music in music pubs (M-CD II 1) or clubs and discos (M-CD II “). The newly agreed upon tariff structure is structured linearly, which means: the bigger the event space and the higher the entrance charge, the higher the license compensation to be paid by the organizer. The structural reform does not involve concerts for which a separate tariff has been in place since 2010.

Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. fordert Klarheit und Gerechtigkeit

Frankfurt, 24. April 2013 –  Auch nach der Entscheidung des Schiedsgerichtes gegen die von der GEMA geplanten Tarifreform bleibt die Gebührenstruktur für Groß-Veranstaltungen ein hoher Unsicherheitsfaktor und wird Kostensteigerungen von bis zu 390 Prozent nach sich ziehen.

Bestehende Tarifstrukturen bleiben weitestgehend erhalten – dennoch teilweise deutliche Erhöhungen

(Berlin, 18. April 2013) Die urheberrechtliche Schiedsstelle erteilt der GEMA-Tarifreform eine klare Absage. Die Tarifreform stelle „einen Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgebot dar“, da Nutzungsart,
Nutzungsintensität und Nutzungsumfang bei der Tarifgestaltung nicht berücksichtigt und keine sachgerechte Differenzierung vorgenommen wurden. Damit sah die Schiedsstelle in der Tarifreform einen Verstoß gegen urheber- und kartellrechtliche Vorschriften. Die von der GEMA geforderten Tariferhöhungen bezeichnete die Schiedsstelle als „nicht angemessen“ und „überhöht“. Die Mehrzahl der im Streit stehenden Tarife bleibt völlig unverändert.

Die Schiedsstellenentscheidung

zwischen der GEMA und der Bundesvereinigung der Musikveranstalter finden Sie hier.

Im Zuge der von der GEMA beabsichtigten Tarifreformen hatte die GEMA  im letzten Jahr tausende Lizenzverträge (u.a. Jahrespauschalverträge über eine bestimmte Anzahl von Livemusik- oder Tonträgerveranstaltungen) zum 31.12.2012 gekündigt. Da es der Bundesvereinigung der Musikveranstalter kurz vor Weihnachten gelungen ist, die Tarifreform für das gesamte Jahr 2013 auszusetzen, kommen nun in 2013 die bewährten Alttarife für Livemusik- und Tonträgermusik (allerdings mit einer Erhöhung von 5% auf die Veranstaltungstarife) weiter zur Anwendung.

Die Bundesvereinigung der Musikveranstalter, in welcher der EVVC Mitglied ist, hat es nach einem beispielosen Verhandlungsmarathon mit der GEMA geschafft, die von der GEMA beabsichtigte Tarifreform für das Jahr 2013 auszusetzen, Planungssicherheit für die Musikveranstalter zu erzielen und eine Übergangsregelung bis zum 31.12.2013 zu vereinbaren. Die wesentlichen Änderungen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Merkblatt "GEMA-Infos".

Thousands of operators of clubs, discos and music bars can breathe a sigh of relief: following unprecedented marathon negotiations on the GEMA tariff reform, which lasted for months, the national association of music organizers reached an agreement with the GEMA to dispense with the enforcement of the new tariffs that were published in April. As a result, all events, for example in clubs, discos, music bars, hotels and restaurants, dancing schools, variety businesses, hall operations as well as city halls and street festivals that take place during 2013 can be planned and realized on the basis of the old tariffs. DEHOGA-President and Chairman of the national association of Music organizers Ernst Fischer said: “With this solution, the current existential fears of many operators are over, at least for 2013.” EVVC President Joachim König, who is currently also vice chairman of the National Association of Music organizers, said: “With this ruling for 2013, we were able to agree on a temporary solution, which is an important first step. As soon as the arbitration proposal becomes available, it should hopefully be possible to find appropriate and suitable solutions to offer a permanent composition for the tariff reform. Appropriate in this context means that we need to take a closer look at the structure of the businesses within the event industry in a reasonable way instead of having a breakdown of tariffs in the manner that is currently intended in the tariff-reform regulations of the GEMA”.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) und der Bundesverband deutscher Discotheken- und Tanzbetriebe (BDT) lehnen die zwischen der GEMA und der Urheberorganisation „Deutscher Musikschaffender (VDM)“ getroffene Vereinbarung zu den neuen GEMA-Tarifen kategorisch ab. „Diese Vereinbarung entspricht nicht dem Willen der Clubbetreiber und Discothekenunternehmer in Deutschland“, erklärt BDT-Präsident Ulrich Weber in Berlin. Den Branchenbesonderheiten werde durch eine bloße Einführungsregelung nicht Rechnung getragen. Die GEMA-Gebühren sind nach wie vor unangemessen hoch und daher unannehmbar.

With the planned tariff increase, which will be introduced from 1st April 2013, the GEMA wants to discard a total of 11 existing rates and replace them with only two new tariffs. Drastic price increases of up to several hundred percent would be the result for all events with live music or record music. Concerts will be excluded.

Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC) wehrt sich mit der DEHOGA gegen überhöhte GEMA-Tarife
(von Joachim König, Präsident EVVC)

Veranstaltungen kosten Geld, das ist hinlänglich bekannt. Viele Kostenarten liegen bei der Planung und Organisation eines Events auf der Hand, wie z.B. Mietkosten für die Location, Licht- und Tontechnik, Mietmobiliar und Dekoration, Künstler und Catering. Doch dann gibt es noch die versteckten Kosten, wie z.B. Künstlersozialabgabe oder die GEMA-Gebühren. Auch diese sollte man bei der Vorabkalkulation einer Veranstaltung auf keinen Fall vergessen, wenn man nicht nach der Veranstaltung ein böses Erwachen erleben möchte.

Berechnungsbeispiele zur GEMA-Tarifreform 2013

Am 02. April hat die GEMA ihre Tarifreform veröffentlicht, die zum 01. Januar 2013 inkrafttreten soll.

Nachfolgende Berechnungsbeispile verdeutlichen die massive Betroffenheit nicht nur von Diskothen/ Clubs und Musikkneipen sondern auch von Veranstaltungshäusern. Ihnen drohen für Bälle, Silvester- und Tanzveranstaltungen, Partys und Karnevalssitzungen Gebührenerhöhungen von 400 bis über 2.000 Prozent.

Berechnungsbeispiele für Veranstaltungen mit Tanz (z.B. Bälle, Ü 30-Partys, Abi-Partys etc.) in größeren Räumen/Hallen wie folgt (jeweils ohne Verbandsnachlass; bei Paketpreisen, z.B. Essen mit Tanz, werden 1/3 vom Gesamteintrittspreis für die Musik berechnet):

Veranstaltung mit Livemusik von 20.00 -2.00 Uhr, Raumgröße von 400 qm, 30 Euro Eintritt für die Musik = bisher: 424,- Euro brutto, ab 2013: 1926,-Euro brutto (+ 354 %).

Veranstaltung mit Tonträgermusik mittels Laptop von 21.00 -5.00 Uhr, Raumgröße von 600 qm, 15 Euro Eintritt für die Musik = bisher: 892,- Euro brutto,ab 2013: 2214,-Euro brutto (+ 148 %).

Veranstaltung mit Livemusik von 20.00 -2.00 Uhr, Raumgröße von 1000 qm, 40 Euro Eintritt für die Musik = bisher: 990,- Euro brutto, ab 2013: 6420,-Euro brutto (+ 548 %).

Veranstaltung mit Livemusik von 20.00 -2.00 Uhr, Raumgröße von 3000 qm, 50 Euro Eintritt für die Musik = bisher: 2192,- Euro brutto, ab 2013: 24.075,-Euro brutto (+ 998 %).