17.11.2017 | 18:23 Uhr | Sie befinden sich hier: Aktuelles
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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde des EVVC,

die vielfach mit großer Spannung erwarteten Wahlen sind in der Zwischenzeit gelaufen und nun stehen die Entscheidungsträger vor dem Ergebnis und müssen eine Regierung bilden. Aus ganz unterschiedlichen Richtungen in unserem Land ist derzeit zu hören, dass nur viel klarere und eindeutigere Positionierungen das einzig wirkliche Erfolgsmodell sind, um in Zukunft die verlorenen Wähler zurückzugewinnen bzw. die neu gewonnenen Wähler nicht zu enttäuschen. Große Koalitionen seien keine wirkliche Politik, mögliche Dreierkoalitionen werden schon im Vorfeld ausgeschlossen - aber sonst ist man gerne gesprächsbereit…

Bleibt uns nur zu hoffen, dass dies alles der übliche, ritualisierte Theaterdonner ist, den wir bereits aus ähnlichen Situationen kennen. Wenn nicht, wären wir wirklich der sprichwörtliche Esel, der aufs Eis geht, wenn es ihm zu wohl wird. Viele schrille Töne mit dumpf- und dickbackigem Getöse heraus posaunt sind, auch, wenn sie gute Wahlergebnisse geliefert haben, keine politischen Positionen, auf denen brauchbare Handlungskonzepte aufgebaut werden können. Im Gegenteil: Sie sind nur Lärm - und Lautstärke allein beweist bekanntlich gar nichts. Wählerinnen und Wähler erwarten vor allem, dass Politik Probleme löst und Antworten gibt.

Die aktuelle Wirtschaftsentwicklung und die Gesamtlage in unserem Land sind nicht so schlecht, wie viele Protagonisten sie reden wollen. Auch wenn dies vielleicht langweilig klingt und die Medien damit keine Schlagzeilen produzieren können, ist es die Wahrheit. Erst recht, wenn man auf unsere Nachbarländer blickt oder sich insgesamt auf der Weltkugel umsieht.

Diese Fakten nicht auszusprechen und sie vielmehr einer mediengetriebenen öffentlichen Wahrnehmung zu opfern, bei der nahezu immer die extremsten Positionen am besten dastehen, ist keine verantwortliche Wahrnehmung des Wählerwillens!

Koalitionen sind zwangsweise weder der kleinste gemeinsame Nenner noch Stagnationsgarantie. Denn wenn sich starke, echte Positionen und Persönlichkeiten auf Augenhöhe streiten, auseinandersetzen und sich dann einigen, kann durchaus etwas ziemlich Überzeugendes dabei herauskommen.

Dieser Herausforderung konstruktiv zu begegnen, ist jetzt das eigentliche Meisterstück für unsere Politiker. Oder etwas anders mit Goethes Worten formuliert: „ Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“.

Dementsprechend bin ich jetzt einfach einmal Optimist und gehe ganz positiv davon aus, dass die Beteiligten das hinbekommen. Dies allerdings auch, weil ich nicht wirklich über das Gegenteil nachdenken möchte. Weder persönlich noch für unsere Branche.

Bleiben Sie uns gewogen.

Joachim König
Präsident

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