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Sicherheit bei Großveranstaltungen im Freien

Aktuelle Entwicklungen zur Forderung des EVVC nach einer bundeseinheitlichen Musterverordnung finden Sie hier.

Wenig Brauchbares im Sinne von Besucher- und Rechtssicherheit 24.07.2015 - Fünf Jahre nach dem verheerenden Unglück bei der Duisburger Loveparade gibt es immer noch keine bundesweit einheitliche Regelung zur Bewertung sicherheitsrelevanter Fragen bei Open-Air-Veranstaltungen auf der grünen Wiese. Der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC) kritisiert diesen Zustand scharf und verweist auf die bewährte Versammlungsstättenverordnung (VStättV), die alle sicherheitsrelevanten Fragen und Zuständigkeiten für Veranstaltungslocations ab einer Kapazität von 5.000 Personen regelt.

11.12.2014 - Die Versammlungsstättenverordnungen der Länder sind das zentrale Regelwerk in der täglichen Arbeit unserer Mitglieder. Neben den baulich-technischen Anforderungen an Versammlungsstätten sind die betrieblich-organisatorischen Regelungen von größter Bedeutung. Grundlage für die Versammlungsstättenverordnung der Länder ist die Musterverordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten (MVStättVO). Bisher wurden temporäre Veranstaltungen wie z.B. Musikfestivals, Messen oder Theateraufführungen im Freien vom Geltungsbereich der Verordnung ertasst, wenn folgende Kriterien gleichzeitig erfüllt waren:

Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. fordert länderübergreifende Musterverordnung zur Sicherheit für Veranstaltungen im Freien in Anlehnung an die „noch geltende Versammlungsstättenverordnung“. Frankfurt, 10. April 2013 – Als erstes Bundesland reagierte Bayern am 07. Dezember 2012 auf die Katastrophe der Duisburger Loveparade und änderte seine Versammlungsstätten-Verordnung für Open-Air Veranstaltungen. Demnach sollen Musikfestivals auf offenem Gelände ohne fest eingebaute Tribüne nicht mehr den speziellen Sicherheitsbestimmungen für Versammlungsstätten nach der MVStättV (Musterversammlungsstätten-Verordnung) unterliegen sondern nur noch nach allgemeinem Polizei- und Ordnungsrecht beurteilt werden. Zuständig sind dann nicht mehr die Baurechtsbehörden sondern kommunale Ordnungsbehörden. Gültige Vorschriften für die Sicherheit von Groß-Veranstaltungen im Freien sind nicht mehr bindend. Dass eine Vielzahl der anderen Bundesländer diesem Änderungsvorschlag folgen wird, ist jedoch absehbar. Der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC) fordert als führender Verband der Veranstaltungsbranche ab sofort eine länderübergreifende Musterverordnung in Anlehnung an die Sicherheitsbestimmungen für Veranstaltungen in Hallen, um die Sicherheit der Besucher bei allen Veranstaltungen – egal ob in Hallen oder im Freien –  bundesweit zu gewährleisten.

Projektgruppe in NRW

Den Bericht der Projektgruppe "Sicherheit bei Großveranstaltungen im Freien" des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.