EVVC Präsidentin Ilona Jarabek fordert einheitliche Regelungen zu Veranstaltungsabsagen und schnelle unbürokratische Hilfe

Veröffentlicht am 12.03.2020
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EVVC Präsidentin Ilona Jarabek

Kollaps der Veranstaltungsbranche trifft auch Städte und Kommunen

Berlin, 12. März 2020. Auch wenn in den vergangenen Tagen vereinzelt noch Großveranstaltungen in Deutschland stattfanden, steht fest: Die gesamte Veranstaltungsbranche steht nach Einschätzung von EVVC Präsidentin Ilona Jarabek vor dem kompletten Zusammenbruch. 

Nachdem zuerst Messen verschoben und abgesagt wurden, kommt es aufgrund der Verbote von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern in zahlreichen Bundesländern verstärkt zu Veranstaltungsabsagen, Ticketstornierungen und einer Stagnation der Ticketverkäufe. Aus Unsicherheit werden zunehmend auch kleinere Veranstaltungen abgesagt. Verschiebungen sind nur teilweise möglich, da die Slots im Herbst oft voll belegt sind“, erklärt EVVC Präsidentin Ilona Jarabek, Geschäftsführerin der Musik- und Kongresshalle (MUK) in Lübeck.  

Mit der absehbar flächendeckenden Absage von Events jeglicher Art stehen die Veranstaltungs-Centren vor der größten Herausforderung seit Gründung des Verbandes vor 65 Jahren. „Unsere Branche möchte gern ihren Beitrag zur Eindämmung der Krise und zum Wohle der Gesellschaft leisten. Dafür brauchen wir von der Politik jetzt klare Vorgaben. Es muss eine bundesweite einheitliche Regelung zum Umgang mit Veranstaltungen geben“, fordert die EVVC Präsidentin. Es gilt bei den Maßnahmen zur Eindämmung des Virus entschlossen zu handeln und keinen Flickenteppich zu generieren. 

Weit über 80 Prozent der rund 1800 Veranstaltungs-Centren in Deutschland sind in kommunaler Trägerschaft. Sie sind Wirtschaftsmotoren der Städte und Gemeinden, leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen und regionalökonomischen Effekten und sind darüber hinaus ein elementarer Bestandteil der Kulturwirtschaft. „Die enormen Umsatzeinbußen der Veranstaltungs-Centren werden daher die kommunalen Haushalte empfindlich treffen“ ergänzt Ilona Jarabek.  

Mindestens genauso große Sorgen bereitet dem EVVC die Situation des gesamten Ökosystems rund um Veranstaltungen: „Den Dienstleitern der Branche steht das Wasser bis zum Hals. Entlassungen und Insolvenzen sind absehbar“, befürchtet Ilona Jarabek. „Betroffen sind Agenturen, Messebauer, Technik- und Personaldienstleister, Caterer, aber auch Künstler und unzählige Selbstständige. Unternehmen und Menschen, ohne die es keine sicheren und qualitativ hochwertigen Veranstaltungen geben kann.“ 

Der Schaden geht in die Milliarden: Da sind sich alle Branchenverbände einig, es müssen jetzt den Worten Taten folgen. „Wir benötigen schnelle und unbürokratische Hilfe wie Liquiditätshilfen, Investitionsprogramme, reduzierte Mehrwertsteuersätze und vereinfachte Kredite“ fordert Timo Feuerbach, Geschäftsführer des EVVC. 

 

Der EVVC - Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. repräsentiert rund 750 Veranstaltungszentren, Kongresshäuser, Arenen und Special Event Locations in Europa. Veranstaltungsplaner und Zulieferbetriebe ergänzen das Spektrum und machen den EVVC zum vielseitigsten Netzwerk der Branche. 


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