Quelle: Valentin Marquardt / Messe Stuttgart
Über eine Million Gäste im vergangenen Jahr / Drei Premieren und internationaler Wachstumskurs für 2026
Die Messe Stuttgart hat das Geschäftsjahr 2025 trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds stabil abgeschlossen. Insgesamt wurden 39 Eigen- und 20 Gastveranstaltungen mit insgesamt 16.030 ausstellenden Unternehmen und 1.064.518 Besucherinnen und Besuchern durchgeführt. Mit einem Umsatz von 134,6 Millionen Euro – ein überdurchschnittliches Ergebnis für ein turnusgemäß veranstaltungsärmeres, ungerades Jahr – und einem operativen Ergebnis (EBITDA) von minus 2,9 Millionen Euro schnitt das Unternehmen deutlich besser ab als prognostiziert. Das gab die Geschäftsführung im Rahmen eines Pressegesprächs in Stuttgart bekannt. „2025 hat gezeigt, dass wir auch unter anspruchsvollen Bedingungen verlässlich liefern“, bilanzierte Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. Das über den Erwartungen liegende Ergebnis sei das Resultat konsequenter Budgetdisziplin und richtiger strategischer Entscheidungen.
Stabiles Ergebnis trotz Konsum- und Buchungszurückhaltung
Die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage in Deutschland spiegelte sich vor allem in zurückhaltender Investitionstätigkeit der Unternehmen im Inland und daraus folgend einem zögerlicheren Buchungsverhalten der ausstellenden Wirtschaft wider. Umso erfreulicher ist, dass das turnusmäßig messeschwache Jahr 2025 dennoch überwiegend gute Beteiligungen registrieren konnte. In Stuttgart fanden 39 Eigenveranstaltungen und 20 Gastveranstaltungen statt. Neben etablierten Publikumsmessen wie der CMT, den Frühjahrsmessen und dem Stuttgarter MesseHerbst prägten zahlreiche Fachmessen und Kongresse das Messejahr. Die LogiMAT setzte als Leitmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement zusätzliche Impulse. Der inhaltliche Fokus lag bei den Fachmessen auf Zukunftstechnologien: Im Oktober waren dies die parallel stattfindenden Messen hy-fcell und Quantum Effects als Plattform für Wasserstoff- und Quantentechnologie. Im Auslandsgeschäft feierte die R+T Asia in Shanghai ihr 20-jähriges Bestehen mit einer Rekordbeteiligung bei ausstellenden Firmen und Besucherinnen und Besuchern, während die LogiMAT India sich weiter erfolgreich in dem Wachstumsmarkt Indien etablierte.
Ausblick 2026: Umsatzstarkes Jahr und drei neue Formate
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet die Messe Stuttgart turnusbedingt wieder mit deutlich höheren Veranstaltungs- und Umsatzzahlen. Nach einem starken Jahresauftakt durch die CMT im Januar und die Gastronomiemesse INTERGASTRA im Februar folgen im Herbst mit der AMB (Metallbearbeitung) und der VISION (Bildverarbeitung) zwei weitere wichtige Leitmessen.
Die Messe Stuttgart bleibt im Bereich der Neuproduktentwicklung besonders aktiv. Drei neue Formate erweitern im laufenden Jahr das Portfolio, von denen zwei bereits eine erfolgreiche Premiere feierten:
- XR EXPO (April 2026): Die Fachmesse für Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR) zog auf das Messegelände um und verzeichnete 61 ausstellende Firmen aus über 25 Ländern sowie 1.350 Fachbesucherinnen und -besucher.
- MTO Days (Juni 2026): Die neue Einkäufermesse für Präzisionsteile wurde parallel zur CastForge und der Battery Show Europe platziert, um branchenweite Synergien zu nutzen.
- EFX – Expo for Electronics Manufacturing (6.–8. Oktober 2026): Das neue Branchenevent für die Elektronikfertigung findet zeitgleich mit der VISION, der Quantum Effects sowie der Motek und Bondexpo statt.
„Mit drei Premieren und einem vollgepackten Kalender setzen wir im Jahr 2026 klare Zeichen für unsere Wettbewerbsfähigkeit und den Standort Stuttgart“, erklärte Geschäftsführer Stefan Lohnert.
Strategischer Ausbau des internationalen Netzwerks
Auch und gerade vor dem Hintergrund einer schwachen Inlandsnachfrage, gewinnt die Beteiligung ausländischer Einkäuferinnen und Einkäufer besondere Bedeutung. Zum erfolgreichen Verlauf der Messen in 2025 hat die hohe Auslandsbeteiligung entscheidend beigetragen. Die wichtigsten Herkunftsländer kamen dabei aus der EU, gefolgt von China, Indien und Nordamerika. Global meldet die Messe Stuttgart in 2026 neue Impulse bei ihrem Auslandsmesseprogramm. Im April beteiligte sich die Messe Stuttgart in Shenzhen (China) als internationaler Partner an der Roboticsmesse FAIR plus. Im November folgt mit der R+T Southeast Asia in Bangkok eine weitere Premiere innerhalb der globalen R+T Alliance. Das Messeportfolio in Indien wurde im laufenden Jahr durch den Erwerb der Cable & Wire verstärkt. Anfang 2027 erweitert die Messe Stuttgart ihr internationales Portfolio um die Neuveranstaltung GrindingHub Americas und verstärkt damit die in Stuttgart stattfindende, weltweit führende Fachmesse für Schleiftechnik und Superfinishing, GrindingHub. Mit diesem Feuerwerk an Neuprodukten wird das Messeportfolio des Unternehmens im In- und Ausland deutlich gestärkt.
Über die Messe Stuttgart
Die Messe Stuttgart ist eine der führenden deutschen Messegesellschaften. Mit ihrer ausgezeichneten Infrastruktur und ihrem einzigartigen Standort direkt am Flughafen Stuttgart, am öffentlichen Nahverkehr und an der Autobahn A8 ist sie ein internationaler Treffpunkt für verschiedene Branchen und Märkte. Das Messegelände umfasst rund 120.000 Quadratmeter Innenfläche und 40.000 Quadratmeter Freifläche und bietet den idealen Rahmen für erfolgreiche Veranstaltungen. Das angeschlossene ICS Internationales Congresscenter Stuttgart ergänzt das Angebot mit 33 flexibel nutzbaren Räumen. Die Messe Stuttgart organisiert auch Messen im In- und Ausland. Mit vier Tochtergesellschaften, rund 20 Auslandsvertretungen und zahlreichen Vertriebspartnern ist sie in über 50 Ländern präsent. Zu den führenden Eigen- und Gastveranstaltungen am Standort Stuttgart gehören unter anderem die CMT, die R+T, die INTERGASTRA, die AMB, die LogiMAT, die Motek sowie die hy-fcell und die Quantum Effects.