OsnabrückHalle macht es möglich – Tagung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der deutschen EURatspräsidentschaft fand unter strengen Hygienebedingungen statt

Veröffentlicht am 22.10.2020
article image Quelle: BMBF/Hans-Joachim Rickel
Unterhaltsamer Hinweis auf Hygieneregeln: Während der Tagung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im September in der OsnabrückHalle, war ein Osnabrücker Pantomine im Einsatz, der wortlos lächelnd an den Mindestabstand erinnert hat.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hatte die EU-Bildungsminister*innen im September für zwei Tage in die OsnabrückHalle eingeladen, um sich mit ihnen u. a. über die Folgen von Covid-19 auf die EUBildungssysteme
auszutauschen. Möglich wurde die Realisierung der Veranstaltung aufgrund eines strengen Hallen-Hygienekonzeptes.

Aufgrund der tagesaktuellen Entwicklung in der Pandemie konnte die endgültige Entscheidung über das Stattfinden der Tagung erst kurz vor Aufbaubeginn getroffen werden. „Trotz aller Unklarheit, ob und in welcher Form die Veranstaltung stattfinden kann, haben das Ministerium, die POOLgroup und die OsnabrückHalle parallel an unterschiedlichen Konzepten weiter geplant, um die Veranstaltung bei einem endgültigen „Go“ umsetzen zu können“, so Martin Stein, Leitung Event-Service der OsnabrückHalle.

Die OsnabrückHalle hatte in den letzten Monaten bereits über 100 Veranstaltungen unter den jeweils aktuellen Corona-Bedingungen durchgeführt und sich ein dementsprechendes Know-how angeeignet. Einen Rahmenhygieneplan für Veranstaltungen in der OsnabrückHalle, in dem umfangreiche Maßnahmen zur Infektionsvermeidung festgelegt sind, hat das
Veranstaltungszentrum bereits seit April im Einsatz.

Nachdem der Startschuss für die Durchführung final gefallen war, liefen die Arbeiten auf Hochtouren. Im Vordergrund stand bei allenArbeitsschritten die Einhaltung des individuellen Hygienekonzepts – sowohl im Vorfeld als auch während der Veranstaltung.

Zeitweise waren am Aufbau der Veranstaltung über 100 Mitarbeitende gleichzeitig beschäftigt, so dass auch hier die
Einhaltung der Hygienemaßnahmen gewährleistet sein musste.

Unter den Tagungsgästen wurden auch Teilnehmende aus Risikogebieten erwartet, so dass – nicht nur aus diesen Gründen – ein speziell auf die Veranstaltung zugeschnittenes stimmiges Gesamtkonzept alle Aspekte im Blick haben musste.

Dieses wurde im Vorfeld der Veranstaltung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung von der
OsnabrückHalle, der POOLgroup und dem DLR Projektträger erarbeitet und an das Helmholz-Zentrum für  Infektionsforschung geleitet. Von dort gab es noch hilfreiche wissenschaftliche Anregungen. Damit war alles im grünen Bereich.

Hygienekonzept als Basis für Business in Corona-Zeiten
Die Umsetzung von der Theorie in die Praxis wurde von Expert*innen vor Ort überprüft. Unterstützung gab es vom
Hygienemanager der Niels-Stensen-Kliniken, Bernd Gruber und dem Leiter des Gesundheitsamtes Stadt und Landkreis Osnabrück, Dr. Gerhard Bojara. Bernd Gruber zeigte sich beeindruckt: „Die OsnabrückHalle ist gut vorbereitet, um eine hochkarätige Veranstaltung wie diese unter Corona-Bedingungen mit der höchstmöglichen hygienischen Sicherheit durchzuführen.“

Und so konnte die Tagung auch während der Corona-Pandemie erfolgreich in der OsnabrückHalle stattfinden, auch wenn vieles anders war, als gewohnt. So wurde auf Buffets verzichtet und im Roll-Service an den Tischen serviert. Dafür bildeten rund 50 Servicekräfte, ausgestattet mit Mund-Nasenschutz und Handschuhen, eine über 100 m lange Schlange mit ausreichend Abstand. Die Speisen waren portioniert und mit Acryl-Clochen abgedeckt, aber trotzdem attraktiv dekoriert. Der Gastronomie-Service der OsnabrückHalle hatte dies in Kooperation mit dem Catering-Service Food Et Event konzeptioniert.

Die Gebäudebereiche waren ausschließlich bestimmten Gruppen zugeteilt, um für eine Kontaktflächenminimierung zu sorgen. Eine umfangreiche Hinweisbeschilderung leitete durch die Räumlichkeiten, die Reinigungszyklen wurden erhöht und eine Maskenpflicht in der Halle sowie die gängigen Abstandsregeln bestanden selbstverständlich auch. Wer diese vergaß, wurde von einem Osnabrücker Pantomimen außerhalb der Tonspur wortlos und lächelnd auf den Mindestabstand hingewiesen. Das funktionierte im internationalen Kontext auf unterhaltsame Weise sehr gut und rundet die gesamte Veranstaltung unter Hygienegesichtspunkten charmant ab.

„Ich bin mir sicher, dass ein passendes Hygienekonzept und ein gut aufgestelltes Team dafür sorgen können, dass Tagungen und Kongresse unter Corona-Bedingungen verantwortungsbewusst durchgeführt werden können und damit persönliche Begegnungen in Veranstaltungsstätten auch in diesen Zeiten möglich sind“, resümiert Jan Jansen, Geschäftsführer der OsnabrückHalle, und gibt damit einen Impuls in die Veranstaltungsbranche.

www.osnabrueckhalle.de

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