1965

"Mir ist die gefährliche Freiheit lieber, als eine ruhige Knechtschaft" [Rousseau]

Die Welt 1965

Über 500.000 US-Soldaten stehen mittlerweile in Vietnam. Südrodhesien (heute Zimbabwe) erklärt unter dem weißen Premier Ian Smith einseitig seine Unabhängigkeit. Breschnew und Königin Elizabeth II. besuchen die Bundesrepublik. Hier stürzen binnen Jahresfrist 26 Starfighter ab. Die Hallstein-Doktrin gerät ins Wanken: immer mehr Länder erkennen die DDR politisch an. Brillenträger Hallstein darf sich trotzdem freuen, denn die weiche Kontaktlinse wird erfunden. Viel Verkehr: Der Mont Blanc-Tunnel wird eröffnet und zum ersten Mal in Europa setzt Berlin einen Computer zur Verkehrssteuerung eing. Der Geschwindigkeitsweltrekord für Landfahrzeuge wird auf knapp 967 km/h herauf gesetzt.

Ein russischer Kosmonaut genießt derweil als Erster einen 20minütigen Weltraumspaziergang und die amerikanischen Weltraumkapseln Gemini 6 und 7 feiern Premiere mit ihrem kosmischen Rendezvous. Unten hat Roy Orbison eine Verabredung mit Pretty Woman und die Mütter von Veronika Ferres und Anke Engelke eine mit dem Klapperstorch. Winston Churchill, Somerset Maugham, Le Corbusier und Albert Schweitzer erleben das Jahresende nicht mehr.

Der Verband 1965

Nach Wien treten nun auch Klagenfurt und Innsbruck als ausländische Mitglieder dem Verband bei, der nach zehn Jahren nun 33 Mitglieder hat. Die Stadthalle Braunschweig wird eröffnet, hat bereits 60 Veranstaltungen in einem Monat(!) und wird wegen ihrer modernen Technik-Ausstattung als erstes deutsches Mitglied in die AIPC aufgenommen. Auch die Duisburger Mercator-Halle, in der die JHV 65 stattfindet, hat respektable Zahlen vorzuweisen mit 650 Veranstaltungen im Jahre 1964 und Einnahmen von 640.000 Mark. Direktor Hoerenz berichtet aber auch von enormen Energiekosten i.H. von 120.000 Mark und macht sich erneut stark für Freiheit von kommunalen Fesseln und die Überführung in eine GmbH als Betriebsgesellschaft:" Eine solche Halle braucht das kaufmännische Wagnis!" In großen Kongressen sieht er die Zukunft, in den fehlenden Unterbringungsmöglichkeiten die größten Hindernisse.

Viele klagen, dass in den letzten fünf Jahren einzelne Lohnpositionen um über 40% gestiegen sind und die Gemeinden sich schwer tun mit Erhöhungen der Nutzungsentgelte. Die Hallenchefs wittern aber auch neue Einnahmequellen durch Beteiligung an Funk- und Fernsehübertragungsrechten.

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